Tipps & Tricks –- Windows, SAP, Internet, …

Skat

Skat ist ein populäres deutsches Kartenspiel, dass immer mit 3 aktiven Spielern gespielt wird. Es ist vom Ablauf und Aufbau des Spiels (Trümpfe, Fehlfarben, Stiche) dem Doppelkopf ähnlich. Das Reizen allerdings, gibt es ausschließlich beim Skat. Das Blatt (7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König, As) besteht aus 4x8 = 32 Karten.
Die nachfolgende Spielanleitung für Skat-Anfänger ist insbesondere zum Lernen des Spiels geeignet - Fortgeschrittene haben es größtenteils im Kopf. Noch eine Anmerkung: Skat spielen lernt man nicht durch das lesen von Anleitungen - diese können bestenfalls eine Orientierung bieten.

Unterschiedliche Bezeichnung der Farben: Französisches Blatt / Deutsches Blatt:
 ♣ Kreuz (Trèfle) / Eichel  —   ♠ Pik (Pique) / Laub  —   ♥ Herz (Coeur) / Herz  —   ♦ Karo (Carreau) / Schelle

 

Trumpf Reihenfolge

1.Kreuz  ♣ Bube
2.Pik  ♠ Bube
3.Herz  ♥ Bube
4.Karo  ♦ Bube
Beim Grand ist hier Schluss, beim Farbspiel geht es mit der angesagten Farbe so weiter: 
5.As  … 
6.Zehn … 
7.König … 
8.Dame … 
9. Neun … 
10. Acht … 
11. Sieben … 

  • Grand Spiel - Nur Buben sind Trumpf, alles andere Fehlfarben
  • Null Spiel - Keine Trümpfe; 10 und Bube sind eingereiht
  • Reizen - Geben, Hören, Sagen, Weitersagen
  • Reizwerte 18 - 20 - 22 - 23 - 24 - 27 - 30 - 33 - 35 - 36 - 40 - 44 - 45 - 46 - 48 - 50 - 54 - 55 - 59 - 60 - 63 - 66 - 70 - 72 - ...

Kartenwert (Augen)

As   11 Bube   2
Zehn  10 Neun   0
König  4 Acht   0
Dame  3 Sieben   0

Grundwerte

♣ Kreuz 12   Grand   24
♠ Pik  11   
♥ Herz  10 Null | Hand23 | 35
♦ Karo  9 Null Ouvert | Hand46 | 59

Extras - jeweils +1

  • Hand - Skat wird nicht aufgenommen
  • Offen - alle 10 Karten offen gespielt
  • Schneider - 30 oder weniger Augen (beide Parteien)
  • Schwarz - Gegner erhält keinen Stich
  • Spitze - niedrigster Trumpf macht letzten Stich
  • Angesagt - vor der 1. ausgespielten Karte angesagt

 

SkatRegeln für Anfänger

  1. Abheben - der Spieler rechts vom Geber, hebt ab. Mindesten 3 Karten müssen liegen bleiben, oder abgehoben werden. Der Geber fügt die beiden Stapel wieder zusammen.
  2. Geben - Im Uhrzeigersinn: jeweils 3, Skat (2), 4, 3 Karten
  3. Kontra / Re - Nachdem der Alleinspieler sein Spiel angesagt hat, kann ein Spieler der Gegenpartei "Kontra" ansagen. Der Alleinspieler kann "Re" erwidern. Beides verdoppelt die Punkte der Gewinnerpartei.
    Ein Gegenspieler darf nur dann Kontra sagen, wenn er selbst mitgereizt hat oder als Hinterhand mehr als 18 hätte sagen müssen. Er kann so lange Kontra geben, wie er noch alle 10 Karten auf der Hand hat.
  4. 4. Spieler - Wird mit 4 Spielern gespielt, so ist der 4. Spieler der Geber. Dieser 'setzt aus'. Er darf weder den Skat einsehen, noch in die Karten seines linken und rechten Nachbarn schauen.
  5. Reihenfolge - Im Uhrzeigersinn: Geber (= Hinterhand) - links vom Geber: Vorhand - links davon Mittelhand. Position des Gebers - Hinterhand

Skat - Reizen — einfach erklärt

Entgegen der landläufigen Meinung ist Reizen einfach zu lernen. Es gilt das Konzept der un-unterbrochenen Reihenfolge einmal zu verinnerlichen (Bube und Bauer sind synonym verwendbar). Tabellen mit allen möglichen ReizWerten helfen nicht wirklich weiter.

  1. Mit Kreuz Bauer: dann alle Bauern ab dem Kreuzbauer in der Farbreihenfolge rückwärts zählen, bis zur ersten Lücke. Bsp: -Bauer, -Bauer, -Bauer - Mit 1, mit 2 - Fertig.
  2. Ohne Kreuz Bauer: dann alle nicht vorhandenen Bauern in der Farbreihenfolge rückwärts zählen, bis zum ersten vorhandenen Bauern. Bsp: -Bauer, -Bauer - Ohne 1, ohne 2 - Fertig.
  3. Auf den so ermittelten Wert wird dann (per Konvention) noch einmal +1 addiert (heißt dann zum Beispiel: ohne 2 Spiel 3). 3 ist dann der Faktor zur Multiplikation mit dem Grundwert.
  4. Für beide Beispiele gilt: Wäre der -Bauer nicht vorhanden, würde sich am Ergebnis des Reizens nichts ändern.

Reizen - mit / ohne Bauer

Es kommt nicht auf die absolute Anzahl der Buben im Blatt an, sondern dass diese in geschlossener Reihenfolge vorhanden sind (mit) oder fehlen (ohne)! Einige Varianten erlauben auch ab "mit / ohne 4" das hinzuzählen von As, Zehn, ... - z.B für das As dann als mit 5 (Spitzen).

Beispiele

Reizen mit / ohne Buben - Beispiele

Bock- und Ramsch-Runden

  1. Bockrunden - Die Bockrunde wird in der Regel nach einem bestimmten Ereignis gespielt und ist ein "normales" Spiel, mit dem Unterschied, das die Punkte jeweils verdoppelt werden. Bockrunden (meist mit Ramschrunden kombiniert) werden gespielt wenn a) kein Spieler 18 hat - also alle 'weg' sind b) nach einem Grand Hand c) nach einem 60:60-Spiel d) Kontra verloren.
  2. In Ramschrunden wird jeder Spieler zu Beginn gefragt, ob er einen Grand Hand spielen möchte. Die Logik dahinter ist, das ein Blatt mit dem ein Grand Hand zu gewinnen wäre, bei einem Ramsch keine Chancen hat. Dieses Spiel zählt dann nicht als Ramsch, und der Geber, der das Spiel gegeben hat, gibt nochmal.
  3. Ramsch - dieselbe Kartenfolge wie beim Grand-Spiel (A, 10, K, D, ...). Vorhand nimmt den Skat auf und tauscht mindestens eine Karte und gibt dann 2 Karten weiter. Es dürfen jedoch keine Buben in den Skat gelegt werden. Die beiden zuletzt gedrückten Skatkarten von Hinterhand werden dem letzten Stich zugerechnet. Schieben (also nicht-aufnehmen) verdoppelt (pro schiebenden Spieler).
    Nachdem der letzte Spieler den Skat weggelegt hat, kann jeder Spieler optional "klopfen". Klopfen verdoppelt. Der Spieler mit den meisten Punkten verliert (die dann noch (mehrfach) verdoppelt werden können).
    Hat ein Spieler keinen Stich bekommen (Jungfrau genannt), so verdoppelt dies ebenfalls die Punkte. Hat ein Spieler alle Stiche bekommen, hat er einen Durchmarsch geschafft und erhält die 120 Punkte gut geschrieben - ggf. (mehrfach) verdoppelt.

Skat - Spiel-Anleitung

  1. Ob nun Fehlfarbe oder Trumpf angespielt (= erste Karte eines Stichs) wurde, es muss grundsätzlich bedient werden. Als Fehlfarben gelten die Karten, die kein Trumpf sind.
  2. Nur wenn dies auf Grund des Blatts nicht möglich ist, kann abgeworfen (eine andere Fehlfarbe) oder gestochen werden (ein Trumpf).
  3. Skat wird mit einem französischen Blatt gespielt — 32 Karten mit je 4 Farben (Kreuz, Pik, Herz, Karo) und 8 Karten pro Farbe (7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König, As). Der Rang der Spielkarten ist vom Spiel abhängig, normalerweise (Farbenspiel, Grand und Ramsch) ist die obige Reihenfolge gegeben.
  4. Jeder Spieler erhält zunächst 10 Karten. Derjenige, der das Reizen gewinnt, nimmt den Skat (2 Karten) auf, und legt dann 2 Karten wieder verdeckt auf den Tisch. Erst dann sagt er an, welches Spiel er spielt.
  5. Der Geber mischt die Karten, lässt abheben (mind. 3 Karten), und verteilt im Uhrzeigersinn die Karten — beginnend bei dem Spieler zu seiner linken.
  6. Dieser Spieler beginnt das Spiel. Nach diesem Start, spielt jeweils der Spieler an ("ist vorne"), der den vorherigen Stich gewonnen hat.

Aufschreiben

  1. Variante 1: Es werden immer nur dem Alleinspieler Punkte aufgeschrieben: Hat dieser gewonnen, so wird ihm der einfache Spielwert als positive Punkte gutgeschrieben. Hat er verloren, dann wird ihm der doppelte Wert des Spiels als negative Punkte aufgeschrieben. Dies ist die, bei offiziellen Turnieren, vorgeschriebene Art der Anschreibung.
  2. Variante 2: Es werden für alle Spieler die Punkte (+/-) notiert. Beispiel: Alleinspieler A gewinnt einfaches Kreuz-Spiel. Zählweise: mit Einem, Spiel 2; macht 2 x 12 = 24. Die beiden Gegenspieler bekommen jeweils -24 aufgeschrieben (da sie das Spiel verloren haben!) und der Alleinspieler erhält +48 Augen.
    Dabei ergibt die Quersumme aller vergebenen Augenzahlen zu jeder Zeit Null. Das erleichtert das Aufschreiben und Nachrechnen. Der Spielwert wird in einer eigenen Spalte vermerkt.
    Diese Form der Aufschreibung orientiert sich an dem Vorgehen, dass nach jedem einzelnen Spiel sofort auszahlt wird (sei es mit Chips oder barer Münze) - und ist eben deshalb intuitiv eingängig.

 

Tipps & Tricks - Skat

Skatregeln

Und hier der erste Teil der SkatRegeln Übersicht — die Reihenfolge der Trümpfe, die Kartenwerte, die Extras und die Zählweise für die Punkte — als Bild (hohe Auflösung) zum Mitnehmen.


 

Skat Spielanleitung

Dieses Regelwerk (für Anfänger) steht als PDF (250KB) zum Download bereit: Skatregeln - Tipps & Tricks. Viel Spass beim Spielen!

 


Festgelegte Turnierregeln beim Deutschen Skat Verband e. V., und weitere Erklärungen und Varianten der Spielregeln bei Wikipedia.

 


 

Skatspieler sind meistens sehr ernste Menschen, und spielen sehr konzentriert (mitzählen der Punkte, der bereits ausgespielten Farben und Trümpfe, schauen ob der Gegner sein Blatt sortiert hat, etc.). Sie sehen in der Regel keinen Sinn darin, den Skatabend durch Gespräche über Gott und die Welt anzureichern — eher im Gegenteil. Allerdings, beim mischen, oder wenn das Spiel durch die Notwendigkeit die Getränke-Versorgung sicher zustellen, eh unterbrochen ist, können schlaue Sprüche durchaus dazu beitragen, das Erlebnis eines gelungenen Abends noch zu steigern.